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Symphonic Fantasy

5 Jahre SBE - Symphonic Fantasy im Forum Niederberg Velbert

Flyer_SymphpnicFantasy

Am 1. Mai feiern wir unseren 5. "Tag des ersten Paukenschlags".

Wir laden Sie daher herzlich zu unserem Jubiläumskonzert am 28. Mai 2011 um 17:00 Uhr im Forum Niederberg in Velbert ein.

Die symphonische Blasmusik erlebt in Deutschland zurzeit einen enormen Aufschwung. Junge Musiker können sich nicht länger mit dem verstaubten Image der Vergangenheit identifizieren und schauen interessiert auf die großartige Tradition der angloamerikanischen Concert Bands und Wind Bands, wie sie auf hervorragendem Niveau auch in den Beneluxländern und Skandinavien gepflegt wird. Dieser Bewegung fühlen auch wir uns verpflichtet.
Das spannende Programm enthält Originalkompositionen einiger gefeierter Newcomer der Szene, konzertante Ouvertüren, ein Instrumentalkonzert für ein Instrument, das man selten hört (Marimba), Filmmusik und andere klangschöne Werke.

Eintrittskarten zum Preis von € 12,- (bis 16 Jahre € 8,-) sind im Vvk bei Saalmann Schreibwaren, der Tourist-Information in Velbert sowie über die Orchestermitglieder und natürlich an der Abendkasse erhältlich.

 

Link zum Artikel unter Lokalkompass.de

 

 

 

 

 

Programm

Kensington Gardens Overture 

Lennie Niehaus
Dance Sequence  Marco Pütz
Fantasy for Marimba  Hayato Hirose
Lawrence of Arabia

Maurice Jarre, arr. Hans van der Heide

Transcendent Journey  Rossano Galante
Appalachian Overture  James Barnes
Largo (Symphonie Nr. 9) 

Antonin Dvorák, arr. Dan Rager

Ferne Weite 

Rolf Rudin

Fantasy Tales 

Piet Swerts

 

 

Symphonic Fantasyt

Oder: Ein kleiner Exkurs in die Vielschichtigkeit symphonischer Blasmusik zum 5-jährigen Jubiläum des Symphonischen Blasorchesters Essen e.V.

 

BildVelbert1Stets betont das Symphonische Blasorchester Essen, SBE, dass neuere symphonische Blasmusik nichts mit Lederhosen,Musikantenstadl oder „Humptata!“ zu tun habe, sondern ein wandelbares, vielschichtiges und klanggewaltiges Genre vertrete. Und tatsächlich unterhielten die rund 50 Musiker des SBE ihr Publikum im Forum Niederberg in Velbert am vergangenen Samstagnachmittag mit neuen abwechslungsreichen und mit Hingabe interpretierten Stücken, die jeder Volkstümlichkeit entbehrten.

Seit Anfang des Jahres leitet Diethelm Zuckmantel als neuer Dirigent das Orchester. Er führte mit viel rheinischem Humor und einem großen Wissensschatz rund um das dargebotene Programm durch den Abend und lud zunächst zu einem Besuch in die „Kensington Gardens“ in London, „das sind die mit dem S-förmig gebogenen Teich“. Schon direkt nach dieser fulminanten, befreienden Ouvertüre wechselte wie angekündigt der musikalische Stil und mit der „Dance Sequence“ des Luxemburgers Marco Pütz erlebte das Publikum eine luftig leichte Komposition, die eine bewegte Heiterkeit im Saal verbreitete.

Ein Marimbaphon als Soloinstrument bekommt man nicht häufig zu hören, doch auch hierfür ist in der symphonischen Blasmusik Platz und der junge Solist Manuel Grunden begeisterte das Publikum mit einer fernöstlich anmutenden Melodie aus rasanten Läufen und meditativen Akkorden, die er mit einer ungeheuren Ruhe und Gelassenheit zelebrierte.

Die Reise durch die symphonische Blasmusik nahm weiter ihren Lauf und über Arabien („Lawrence of Arabia“, Maurice Jarre) und die „Transcendent Journey“ (Rossano Galante) ging es in die „Neue Welt“ Dvoráks („Largo“ aus der Symphonie Nr. 9) und die „Hügel“ hinter New York, die 2500 Meter hohen Appalachen, denen James Barnes seine heroische Ouvertüre gewidmet hat.

Die „Fantasy Tales“ des Niederländers Piet Swerts, für das Orchester „konditionsmäßig ein Albtraum“, so Zuckmantel, was die Orchestermitglieder jedoch nicht von einer einfühlsamen Interpretation abhielt, und Rolf Rudins „Ferne Weite“ schlossen den Exkurs in die Vielschichtigkeit symphonischer Blasmusik ab und entließen den Besucher beschwingt und beeindruckt in den lauen Sommerabend, nachdem als Zugabe zwar kein „Knaller“, keine „Rakete“ (Zuckmantel) erklungen war, sondern die romantische Elisabeth Serenade des Briten Ronald Binge.

Beim ersten Konzert unter der Leitung des Dirigenten Diethelm Zuckmantel waren die Freude der Musiker und die hervorragende Zusammenarbeit zwischen der neuen Leitung und dem nun immerhin fünfjährigen Orchester deutlich zu spüren und ließen den Zuhörer die Intensität der Musik unmittelbar erfahren.